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Jugendgruppen-Besuch im Tierpark Lange Erlen, Basel

Um 13:00 Uhr versammelten sich die Kinder der SFB-Jugendgruppe vor dem Tierpark Lange Erlen in Basel. Wie immer auch dabei waren M. und T. de Min, die, laut den Kid´s , zu der Jugendgruppe dazu gehören - als unsere Jugendgruppen-Grosseltern!

Urs Wassmer (stv. Leiter des Tierparkes) und sein Sohn Lukas warteten schon auf uns um uns durch und ?hinter? den Tierpark zu führen.

Als erstes ging es zu den Wildschweinen (Sus scrofa). Diese kamen schon angerannt, als sie Urs und Lukas witterten. Sehr zu unserem Vorteil, da wir die Tiere so aus der Nähe beobachten konnten! Urs erklärte uns viele interessante Sachen über diese Tiere. Niemals hätte jemand von uns gedacht, wie die Rangordnung in der Gruppe ist, wie die Eber riechen und dass Wildschweine kaum etwas sehen. Wildschweine leben in Mutterfamilien, im Harem oder in Gruppen vorjähriger Tiere zusammen. Einzelgängerisch leben insbesondere männliche Tiere.

Bezeichnungen: Keiler für ein männliches Wildschwein, Bache für Weibchen und Frischling für die frisch geborenen Jungtiere.

Danach ging es weiter zu den Rothirschen (Cervus elaphus). Das Gehege war so abgetrennt, dass "normale" Besucher nicht daran vorbei konnten. Grund dafür war der Hirsch, der mitten in seiner Brunft-Zeit war. Das Tier kann sehr aggressiv sein und Besucher versuchen dann noch - leider - das Tier zu reizen und nervös zu machen. Mühelos könnte der Hirsch dann jemandem den Arm abreissen, der ihn in das Gehege steckt!

Der Hirsch konnte einem schon fast leid tun mit seinem riesigen Geweih! Gut zu sehen war seine enorm starke Halsmuskulatur um das Gewicht zu halten. Das Geweih wird von den männlichen Tieren je nach Lebensalter jährlich etwa im Februar bis April abgeworfen, eine Neubildung setzt kurz danach wieder ein und ist in 120 Tagen abgeschlossen. Der Geweihabwurf erfolgt umso eher, je älter der Hirsch ist. Hirsche mit großem Geweih bilden innerhalb dieser knapp vier Monaten eine Knochensubstanz von vier bis fünf Kilogramm Gewicht aus!

Urs erklärte uns dann mittels eines Schädelknochen noch wie die Tiere kauen, essen und dass Hirsche Wiederkäuer sind.  Ihr vierteiliger Magen und das mehrmalige Durchkauen des Nahrungsbreies ermöglichen die optimale Ausnutzung der in den Pflanzenzellen gespeicherten Energie.

Weiter ging es dann zu den lustigen Kapuzineräffchen (Cebus), welche im schönen Tierpark eine Attraktion für sich sind. Stundenlang könnte man dem lustigen Treiben dieser Tiere zuschauen.

Kapuzineraffen gelten als die intelligentesten Neuweltaffen und werden oft in Labors gehalten. Vielfach werden sie auch als Haustiere gehalten, auch wenn die Einfuhr dieser Tiere heute verboten ist und Tierschützer immer wieder darauf hinweisen, dass Affen als Haustiere ungeeignet sind. Auch in Zoos und Tiershows findet man sie des Öfteren. In der freien Wildbahn gehören Kapuzineraffen aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und ihrem weiten Verbreitungsgebiet meist nicht zu den gefährdeten Arten, der Gelbschulterkapuziner ist allerdings stark gefährdet. Manchmal plündern sie auch Felder und Plantagen und werden als Plage angesehen. In manchen Regionen sind sie jedoch durch die Zerstörung ihres Lebensraumes selten geworden.

In den USA gibt es Projekte, bei denen Kapuzineraffen als Hilfen für körperlich behinderte Menschen ausgebildet werden. Die Kosten der Ausbildung und die große Nachfrage sind hier aber ein Problem.

Lukas zeigte uns dann noch die Hühner, Tauben und Gänse, welche für den neu erbauten ?Pro Specie rara? Erlebnishof (ebenfalls im Tierpark Lange Erlen) vorgesehen sind.

Nach diesen vielen tollen Informationen, haben wir uns alle noch zusammen hingesetzt, etwas getrunken und über das Gesehene diskutiert.

Es war ein toller, lustiger und informationsreicher Tag. Ein grosses Dankeschön nochmals an Urs und Lukas!

Sandra Sax

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